Pflege trifft KI – zwei Tage beim BIG BANG KI FESTIVAL

Was sollte KI in der Pflege verbessern? Mit dieser Frage waren wir zwei Tage beim BIG BANG KI FESTIVAL in Berlin – und sie wurde zum Ausgangspunkt für viele Gespräche über Pflege, Digitalisierung und die Frage, wie technologische Entwicklungen im Arbeitsalltag tatsächlich helfen können.

Mit Über: Pflege e.V. waren wir beim Festival in einer Welt zu Gast, in der sich fast alles um Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Zukunft dreht. Für uns war spannend: Passt Pflege in dieses Umfeld?

Nach zwei intensiven Tagen lautet unsere Antwort eindeutig: Ja.

Nicht nur fragen, was KI kann
Gerade zwischen all den technologischen Möglichkeiten wurde in vielen Gesprächen deutlich, dass es nicht allein darum gehen kann, was KI alles leisten kann. Entscheidend ist auch, wo sie Menschen im Arbeitsalltag konkret unterstützt.

An unserem Stand haben wir deshalb immer wieder eine einfache Frage gestellt:

Was sollte KI in der Pflege verbessern?
Die Antworten und Gespräche drehten sich um weniger Bürokratie, mehr Zeit für Menschen und konkrete Entlastung im Pflegealltag. Gleichzeitig ging es um Unsicherheiten im Umgang mit digitalen Anwendungen und darum, wie Pflegekräfte bei Veränderungen mitgenommen werden und diese aktiv mitgestalten können.

Für uns gehört deshalb zur Digitalisierung eine weitere wichtige Frage: Wie schaffen wir Zugang zu Wissen und stärken das Vertrauen im Umgang mit neuen Technologien?

KI verständlich und praxisnah vermitteln
Einen wichtigen Impuls dazu gab uns der Austausch mit Jan A. Neuhoefer von der HAW Hamburg. Gemeinsam haben wir unser bisheriges Konzept einer KI-Fortbildung für Pflegekräfte weitergedacht.

Besonders beschäftigt uns dabei die Frage, wie wir auch diejenigen erreichen können, die bislang wenig Berührung mit digitalen Anwendungen und KI haben oder Berührungsängste mitbringen.

Daraus könnte ein niedrigschwelliges Angebot entstehen, das nicht bei technischen Begriffen beginnt, sondern bei den Erfahrungen und Fragen der Pflegekräfte selbst: verständlich, praxisnah und mit konkreten Anwendungsmöglichkeiten für den Pflegealltag.

Ergänzend erhielten wir von Andrea Krier vom IBB wertvolle Einblicke aus ihrer täglichen Arbeit in der beruflichen Bildung. Auch diese Erfahrungen möchten wir in die weitere Entwicklung einbeziehen.

Franziska Böhler und Nina mit Team Über: Pflege

Pflege sichtbar machen – auch dort, wo man sie nicht unbedingt erwartet
Die zwei Tage in Berlin haben uns aber noch etwas anderes gezeigt: Es lohnt sich, Pflege in Diskussionen hineinzutragen, die auf den ersten Blick vielleicht weit entfernt vom Pflegealltag erscheinen.

Unser Stand wurde zu einem Ort für Begegnungen und Gespräche. Unterstützt wurden wir dabei von Falk von Traubenberg, der mit seiner künstlerischen Arbeit eine zusätzliche Perspektive auf KI einbrachte und damit neue Gesprächsanlässe schuf.

Wir haben mit Menschen aus Pflege, Wissenschaft, Bildung, Gesundheitswesen und Technologie gesprochen und viele neue Kontakte geknüpft. Auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher konnten wir kurz auf Über: Pflege e.V. aufmerksam machen.

Vor allem aber nehmen wir viele Fragen und Ideen mit zurück nach Hamburg. Einige der Begegnungen könnten der Anfang neuer Kooperationen sein. Andere haben uns darin bestärkt, Themen weiterzuverfolgen, die uns schon länger beschäftigen.

Eine davon steht nach diesen beiden Tagen umso deutlicher im Raum:

Wie können wir dafür sorgen, dass Pflegekräfte bei der Entwicklung und Nutzung von KI nicht nur mitgedacht werden, sondern selbst mitgestalten können?

Für Über: Pflege e.V. ist das BIG BANG KI FESTIVAL deshalb nicht mit dem Abbau des Messestandes beendet. Die Gespräche aus Berlin sollen weitergehen – und aus einigen der Ideen möchten wir konkrete nächste Schritte entwickeln.

Pflege. Unübersehbar.

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